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Ärztlicher Kongress
Workshop 9

Spiritualität und Achtsamkeit als Module der Integrativen Onkologie - Studien und Praxis

Prof. Dr. med. Arndt Büssing, Professur für Lebensqualität, Spiritualität und Coping, Zentrum für Integrative Medizin an der Fakultät für Gesundheit der Universität Witten/Herdecke, Witten

Dr. med. Günther Spahn, Leitender Arzt der Klinik Öschelbronn, Innere Medizin mit Schwerpunkt Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin, Niefern-Öschelbronn

Insbesondere bei Patienten mit chronischen Erkrankungen kommt es im Zuge der Auseinandersetzung mit der Erkrankung zu einem Prozess der Lebensreflexion, Neubewertung und Priorisierung. In dessen Verlauf taucht bei vielen auch die Frage nach einer Rückbindung an eine spirituelle Ressource auf (religio), die hilfreich im Umgang mit der Erkrankung sein könnte. Prof. Arndt Büssing stellt im Workshop aktuelle Untersuchungen vor, die zeigen, dass auch in einer weitgehend säkularen Gesellschaft wie Deutschland Patienten mit Tumor- und Schmerzerkrankungen Spiritualität/Religiosität als wichtige Ressource nutzen, um mit ihrer Erkrankung umzugehen. Auch die Frage, wo und wie diese spirituellen Bedürfnisse chronisch Kranker wahrgenommen werden, wird diskutiert. Im zweiten Teil des Workshops beschäftigt sich Dr. Günther Spahn mit dem Einfluss von Spiritualität und Achtsamkeit auf die therapeutische Interaktion zwischen Arzt und Patient. Es werden Zusammenhänge zwischen gewaltfreier achtsamer Kommunikation sowie der Wahrung und Förderung der Patientenautonomie an klinischen Beispielen in der Onkologie verdeutlicht. Elemente der "Mindfulness based stress reduction" werden vermittelt und in einen praktischen Bezug zu den typischen Belastungssituationen gesetzt, wie sie im Rahmen einer Mammakarzinom-Erkrankung bei vielen Patientinnen und ihren Angehörigen auftreten. Auch die Studienlage zu verschiedenen achtsamkeitsbasierten Therapieverfahren wird erläutert.

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